Kleintierzuchtverein
RN 64 Wittlich e.V.

Rassekaninchen, Rassegeflügel, Schafe und vieles mehr...

Vereinsgeschichte

 

(herausgezogen aus der Festschrift 30 Jahre RN 64 Wittlich)

Als sich am 25.05.1960 acht Zuchtfreunde zur Vereinsgründung entschlossen hatten, war die Stimmung in der Klosterschenke nicht gerade überschwänglich. Gemessen an der Zahl der in der Umgebung ansässigen Kaninchenhalter, mit deren Beitritt man gerechnet hatte, wurden die hochgesteckten Erwartungen nicht erfüllt.

 

"Gut Ding braucht Weile", in dieser Lebensweisheit keimte die Hoffnung auf ein bescheidenes Vereinsleben.

 

Doch mit der Zeit wurde der Stammtisch zunehmend voller, es gesellten sich Freunde und Gönner dazu. Schon bald stieg die Mitgliederzahl auf ein Dutzend an.

 

Man lebte finanziell gesehen von der Hand in den Mund....doch es wurden Pläne geschmiedet, Formalitäten und Fristsachen abgewickelt und freundschaftliche Verbindungen zu den Vereinen des Kreisverbandes Trier aufgebaut. Dadurch gewann man einen größeren Überblick zur Organisation der Rassekaninchenzucht.

 

Andererseits sind per Anzeige im DKZ gekaufte Tiere durch Bahntransport zugestellt worden. Nicht in allen Fällen haben sich die Hoffnungen auf eine einwandfreie Lieferung erfüllt.

 

Nach den ersten Schaubesuchen in Trier-Heiligkreuz, Ehrang und Hetzerath reifete der Entschluß, eine Ausstellung in Wittlich zu wagen.

 

Ein glücklicher Umstand brachte unkostenfrei in den Besitz von 75 Ausstellungskäfigen des ehemaligen Geflügelzuchtvereins.In diesem Zusammenhang wurde bekannt, dass in Wittlich von 1939 an bereits ein Kaninchenverein existierte. Leider war es schon zu spät um statt der Neugründung eine Wiederbelebung des alten Vereins anzustreben.

Kaum war ein Jahr verflossen, als der RN 64  in der Coca-Cola-Halle der Fa. Mengelsberg erstmals an die Öffentlichkeit trat. Unter der Schirmherrschaft von Hr. Stadtbürgermeister Dr. Soesters zeigten wir 100 Tiere aus eigenen Beständen. Weitere 80 Tiere kamen von Züchtern aus den Kreisverbänden Trier und Saarburg zusammen. Ein voller Erfolg gab Auftrieb für die Weiterentwicklung des RN 64.

Der Verein hat in seiner Zeit des Wirkens viel dazu beigetragen, Vorurteile gegen die Tierzucht abzubauen und Mißstände zu beseitigen. Liebe zum Tier und ein vernünftiges Maß an Idealismus sind Voraussetzungen, die ein Züchter erfüllen muss. Mit dieser Einstellung gewinnt nicht nur die Kaninchenzucht, sondern auch die Geflügel und Kleintierzucht wie z.B. Schafe... als Freizeitgestaltung ernorm an Wert.

Desweiteren war und ist es eine dankenswerte Aufgabe, auch unsere Jugend an die Ziele der Kleintierzucht heranzuführen und an Freunde zu vermitteln.

Einige weitere nennenswerte Höhepunkte wären:

 

1966 Anerkennung einer Spezialzucht durch den Landesverband

1968 Gründung Herdbuchabteilung von Rheinland-Nassau

1969 Gründung des Kreisverbandes Mittlemosel

Verbesserung des Ausstellungsmodus und der Vergabe von Spitzenpositionen und Meisterschaften

Eingaben des RN 64 waren ausschlaggebend für die heutige Regelung der "Ersatztierklausel" auf Schauen.

Gründung einer Jugendgruppe und einer Frauengruppe. Diese beschäftigt sich mit der Herstellung von Erzeugnissen.

 

Noch ein Gedanke zur heutigen Jugend......

 

Leider müssen wir in der heutigen -verschwenderischen und schnelllebigen- Zeit immer mehr feststellen, dass Kinder und Jugendliche kaum noch Interesse und Wissen über die nahestehende Natur besitzt.

Welche Kinder und Jugendliche wissen heute noch wo die Wurst herkommt, woher der Pelz an der Jacke ist, dass die Milch nicht aus dem Tetrapack im ALD...... kommt und vieles mehr. Kleintiere werden angeschafft und sitzen dann zur Deko in kleinen Käfigen in warmen Zimmmern um sie, wenn die Lust dann mal zum Vorschein kommt; kurz mal ein wenig zu umsorgen... viel interessanter ist es die virtuellen Tiere auf den modernen Medien (IPhone, PC...) zu halten... machen sie zu viel Umstände, werden sie einfach "offline" gesetzt und schon ist das Problem gelöst ... die Liste könnte noch unendlich werden, wollte man alles aufzählen.....

 

um so mehr ist es auch der Wunsch und das Bestreben unseres Vereins aufklärend und tierschutzbestimmt unter die Arme zu greifen um den Blick wieder auf die Schönheit der uns anvertrauten Tiere zu richten. Wir möchten die heutige Jugend dazu ermuntern und ermutigen und bei dem ein oder anderen den Wunsch wecken vielleicht ein Kleintier artgerecht zu halten oder auch zu züchten.

Doch was wäre der schönste Verein ohne das Vereinsleben ? Die Geselligkeit, die auf vielfältige Weise zur Geltung kommt.

Ungezählt sind neben den Versammlungen und Weihnachtsfeiern, Familientagen und Züchterabenden auch die Besuche anderer Vereine und Kreisverbänden. Ferner auch die Busfahrten zu z.B. Bundesschauen.....

 

Dort wo das Vereinsleben blüht, tragen auch die Züchterfrauen einen großen Teil dazu bei. Ihre tatkräftige Hilfe ist bei Schauen und den damit verbundenen Betreuungsaufgaben unentbehrlich. Wie wäre es um die Zucht bestellt, wenn nicht die vielseitig begabte Ehefrau in Notfällen tatkräftig zu Seite stände ?

Für diese aktive Mitarbeit auch an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön  !

 

Anbei möchten wir auf dieser Seite auch unserer Mitglieder gedenken, die durch ihre aktive Mitarbeit zum Wachsen und Reifen dieses Vereins beigetragen haben.